Trebsen

Ttrebsen

Lage und Landschaft

Trebsen ist eine Gemeinde im Landkreis Leipzig, bestehend aus vier Ortschaften und insgesamt rund 4.000 Einwohnern. Ein Großteil des etwa 3.500 Hektar großen Gemeindegebiets ist Landwirtschafts- oder Waldfläche. Diese wird unterbrochen von mehreren kleineren Flüssen, die in die Mulde münden.

Trebsen befindet sich im sächsischen Hügelland, ist jedoch selbst auf einer eher flachen Ebene angesiedelt. Im Stadtgebiet befinden sich mehrere Steinbrüche, in denen Porphyr beziehungsweise Rhyolith abgebaut werden.

Geschichte

Erstmals wurde Trebsen im Jahre 1161 als Herrensitz von Heinricus de Trebecin urkundlich erwähnt. Anfang des 15. Jahrhunderts bekam es die Stadtrechte. Nach verschiedenen Herrschaften durch Lehnsherren erhielt Trebsen im Jahr 1838 die Eigenständigkeit als Landgemeinde.

Seit 1935 gehört die ehemalige Gemeinde Zöhda zu Trebsen und seit 1938 die Gemeinden Pauschwitz und Wednig. Nachdem zweiten Weltkrieg ordneten die Besatzungsmächte die Gemeinde Trebsen der sowjetischen Zone zu. Dadurch gehörte sie von 1949 bis 1990 zur DDR.

In dieser Zeit und auch danach wurden Trebsen weitere Orte eingemeindet:
1950 und 1974: Eingemeindung von Walzig nach Pausitz und von Pausitz nach Trebsen
1994: Neichen und Seeligenstädt
1999: Altenhain

Seit dem frühen 19. Jahrhundert entwickelte sich die Bevölkerung von unter 1.000 Personen nahezu stetig nach oben, bis sie Anfang des 21. Jahrhunderts den Höchststand von fast 4.500 Personen erreicht hatte. Seit etwa 2010 pendelt sie um die Bevölkerungszahl von 4.000 Einwohnern.

Wirtschaft

In Trebsen dominieren kleinere Gewerbebetriebe in „klassischen“ Sektoren, beispielsweise in der Papierproduktion und –verarbeitung oder im Handwerk.
Um für neue Betriebe attraktiv zu bleiben, stellt die Stadtverwaltung von Trebsen neue Gewerbeflächen von mehr als 8.000 Quadratkilometern zur Verfügung.

Unternehmer haben durch den Trebsener Industrie- und Gewerbestammtisch die Gelegenheit, sich aktiv an der Entwicklung der Stadt zu beteiligen. Dazu gehören neben der Förderung und Entwicklung des Trebsener Gewerbes auch Themen wie Infrastruktur oder Tourismusförderung.

Durch die gut ausgebaute Infrastruktur ist Trebsen für potentielle Unternehmer attraktiv. Die direkte Anbindung an die B 107 und die Nähe zur Autobahn A 14 erleichtert den Zuliefer- und Versandverkehr für das herstellende Gewerbe sowie das Pendeln.

Daneben ist in Trebsen selbst alles Nötige vorhanden:
Medizinische Versorgung, eine Apotheke, ein Alten- und Pflegeheim, Sportmöglichkeiten, Einzelhandel, eine Sparkasse, Kindertagesstätten und Schulen.

Die ländliche Umgebung, kombiniert mit Vereinen für unterschiedliche Interessensgruppen sowie öffentlichen Einrichtungen und Veranstaltungen machen Trebsen zu einem liebens- und lebenswerten Ort, der besonders junge Familien –und damit potentielle Arbeitnehmer- anzieht.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Aus dem Herrensitz von Heinricus de Trebecin entstand das heutige Schloss Trebsen. Reste des Bergfrieds belegen, dass Schloss Trebsen eine sehr stattliche Festung war. Selbst heute sind die Mauern noch bis zu fünf Meter breit.

Seit dem Jahr 2012 sind auf Schloss Trebsen an einem Wochenende im September „die Schotten los“. Als größtes schottisches Event auf deutschem Boden ziehen die internationalen Highland Games Freunde von Schottenrock und Dudelsack an.

Sehenswert ist auch die evangelisch-lutherische Stadtkirche in Trebsen. Sie wurde im romanischen Stil erbaut, aber den romanischen Chorturm ersetzte im 16. Jahrhundert einer in gotischer Bauweise. Die süddeutsch anmutende Zwiebelhaube „verdankt“ die Kirche einem Brand im Jahr 1729 und dem darauffolgenden Neubau.

Die ländliche Umgebung von Trebsen lädt zu Ausflügen ins Grüne ein. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder sogar mit dem Paddelboot, an Gelegenheiten für Outdoor-Aktivitäten mangelt es in Trebsen sicher nicht.